Deutsche Kolonien
Deutsche Kolonien – Briefmarken aus Schutzgebieten und Auslandspostämtern
Einordnung des Sammelgebiets
Das Sammelgebiet „Deutsche Kolonien“ umfasst die postalischen Ausgaben der deutschen Schutzgebiete und Auslandspostämter vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Diese Marken dokumentieren die Ausdehnung des deutschen Postwesens außerhalb des europäischen Kerngebiets und sind ein eigenständiger Bestandteil der klassischen deutschen Philatelie.
Vorläufer und frühe Verwendungen
In den Anfangsjahren der kolonialen Postorganisation wurden reguläre Briefmarken des Deutschen Reiches in den Schutzgebieten verwendet. Ihre Zuordnung erfolgt ausschließlich über den Stempelabschlag des jeweiligen Postortes. Solche Vorläuferstücke sind postalhistorisch besonders aussagekräftig, da sie den Beginn der Postversorgung in den Kolonien belegen.
Überdruckausgaben der Schutzgebiete
Mit zunehmender organisatorischer Eigenständigkeit erschienen Marken des Deutschen Reiches mit Aufdrucken des jeweiligen Kolonienamens. Diese Ausgaben markieren den Übergang von der allgemeinen Reichspost zur eigenständigen Kolonialpost und bilden ein wichtiges Bindeglied innerhalb des Sammelgebiets.
Die einheitlichen Kolonialausgaben
Ab etwa 1900 wurden für nahezu alle deutschen Kolonien einheitlich gestaltete Marken ausgegeben. Diese Ausgaben zeigen identische Motive, ergänzt um den Namen des Schutzgebiets, und stellen den bekanntesten und umfangreichsten Teil der Kolonialphilatelie dar.
Gebiete der deutschen Kolonialpost
Zum Sammelgebiet gehören unter anderem folgende Schutzgebiete und Postverwaltungen:
- Deutsch-Ostafrika
- Deutsch-Südwestafrika
- Kamerun
- Togo
- Deutsch-Neuguinea
- Samoa
- Kiautschou
- Inselgebiete wie Karolinen, Marianen und Marshall-Inseln
Ergänzend zählen auch die deutschen Auslandspostämter in Asien und Nordafrika zu diesem Sammelbereich.
Sammlerische Merkmale
Bei Marken der deutschen Kolonien stehen Stempelabschläge im Mittelpunkt der Bewertung. Klar lesbare Ortsangaben, vollständige Datumszeilen und eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Schutzgebiet sind für die philatelistische Einordnung entscheidend. Unterschiede bei Papier, Wasserzeichen und Währungsangaben bieten zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten.
Sammelansätze
Sammlungen können nach einzelnen Kolonien, nach Ausgabeserien oder nach postalischer Verwendung aufgebaut werden. Besonders reizvoll sind Vergleiche zwischen Vorläuferverwendungen, Überdruckausgaben und späteren einheitlichen Kolonialmarken, da sie die Entwicklung des deutschen Kolonialpostwesens nachvollziehbar machen.
Erhaltung und Bewertung
Wesentliche Kriterien sind vollständige Zähnung, saubere Papierqualität und klar erkennbare Stempel. Bei Belegen spielen zusätzlich Erhaltungszustand des Trägermaterials sowie die postalische Plausibilität der Frankatur eine wichtige Rolle.
Michel Nummer 20
Reichspost-Ausgabe von 1905 ,sogenannte Eintagsfliege
in ungebrauchter Erhaltung ohne Falz
optisch einwandfrei
Michel Nummer 20
Reichspost-Ausgabe von 1905 ,sogenannte Eintagsfliege
Ausgabe in ungebrauchter Erhaltung ohne Falz
optisch einwandfrei
Michel Nummer 20
Reichspost-Ausgabe Marokko von 1905
( sogenannte Eintagsfliege )
postfrisch
Michel Nummer 20
Reichspost-Ausgabe Marokko von 1905
( sogenannte Eintagsfliege )
postfrisch
Michel Nummer 20 Specimen
Markenausgabe Marokko von 1905
Reichspost-Ausgabe von 1900 (sogenannte Eintagsfliege)
mit Aufdruck Specimen.
seltene Ausgabe in ungebrauchter Erhaltung ohne Falz, vermutlich NG
optisch einwandfrei
Michel Nummer 32 B
Freimarke Marokko von 1905
3 Pes 75 C auf 3 Mark violettschwarz
ungebraucht mit Falzrest
Michel Nummer 27
Freimarke Marokko von 1905
gestempelt
Michel Nummer 29
Freimarke Marokko von 1905
ungebraucht mit Falz
Michel Nummer 29
Freimarke Marokko von 1905
1 Peseta auf 80 Pf. rötlichkarmin/braunschwarz
postfrisch
Michel Nummer 37 c
Freimarke Marokko von 1906
25 Centimos auf 20 Pf. violettblau
gestempelt
gepr. Pauligk
Michel Nummer 37 c
Freimarke Marokko von 1906
25 Centimos auf 20 Pf. violettblau
ungebraucht mit matter Gummierung,
dadurch etwas höher gepr. Pauligk
Michel Nummer 37 b
Freimarke Marokko von 1906
25 Centimos auf 20 Pf. hellblau
gestempelt
gepr. Pauligk
Michel Nummer 35
Freimarke Marokko von 1906
5 Centimos auf 5 Pf. grün
mit leichtem Papierbug
postfrisch
Michel Nummer 36
Freimarke Marokko von 1906
10 Centimos auf 10 Pf. rot
postfrisch
Michel Nummer 37
Freimarke Marokko von 1906
ungebraucht mit Falz
Michel Nummer 50
Freimarke Marokko von 1911
gestempelt
Michel Nummer 50
Freimarke Marokko von 1911
gestempelt
Michel Nummer 51
Freimarke Marokko von 1911
gestempelt
Michel Nummer 51
Freimarke Marokko von 1911
gestempelt
Michel Nummer 53
Freimarke Marokko von 1911
gestempelt

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